Locarno. Palexpo.
Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18.00 Uhr.
Eintritt frei.
Die Ausarbeitung des Locarno-Pakts zwischen dem 5. und 16. Oktober und seine Unterzeichnung in London am 1. Dezember 1925 eröffneten die "fünf Jahre der Entspannung" in Europa, die in dem am 27. August 1928 in Paris von Aristide Briand, Außenminister der Französischen Republik, und Frank Kellogg, Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, ausgearbeiteten Vertrag gipfelten, der darauf abzielte, den Krieg als Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten abzuschaffen. Im Mittelpunkt des Zwischenspiels, das in die Blütezeit des Völkerbundes fällt, stehen die Versuche, die aus dem Versailler Vertrag von 1919 stammenden Konflikte zu entschärfen. Die Weltwirtschaftskrise, die 1929 in Übersee begann und 1930-31 ihren Höhepunkt erreichte, sowie die Erosion des Völkerbundes durch den Austritt Deutschlands und Japans 1933, Italiens 1937 und Spaniens mit der Ausweisung der Sowjetunion 1939 beendeten die Zeit der Entspannung und läuteten den Zweiten Weltkrieg ein. Die ikonografisch reichhaltig gestaltete Konferenz ordnet den Locarno-Pakt in das Klima jener fünfjährigen Periode der Hoffnung ein.
Marino Viganò
Er studierte Politikwissenschaften an der Katholischen Universität Mailand und promovierte in Padua in Militärgeschichte. Er arbeitete für die Expertenkommission Schweiz-Zweiter Weltkrieg (1997-98) und die italienische Kommission für die Enteignung von jüdischem Eigentum (1998-2001). Als Direktor einer Mailänder Stiftung gab er u.a. "Surviving the Ruins. Private Diary of a Banker (Rome 1943-45), von Massimiliano Majnoni (2013), und "How I Became Interesting. Tagebuch 1943-52, von Stefano Jacini (2025).
Mit Unterstützung der Stiftung Magna Charta und der Stiftung Kultur der Region Locarno.
Schlussblatt mit Unterschriften des Rheinischen Paktes